Im Stadtteil Pinar del Rey im Bezirk Hortaleza liegt der heutige Park Huerta de la Salud, dessen Ursprünge bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Damals beherbergte das Gelände einen großflächigen Obst- und Gemüseanbau mit Wirtschaftsgebäude, der unter dem Namen Quinta del Cristo de la Salud von den Herzögen von Frías angelegt und Ende des 19. Jahrhunderts zu einem landwirtschaftlichen Betrieb ausgebaut wurde.
Der erstmals im Jahr 1361 erwähnte Bezirk Hortaleza wurde vermutlich im 13. Jahrhundert gegründet. Anfangs war er ein Landstrich mit vielen Nutzgärten zum Anbau typisch mediterraner Gemüsesorten sowie von Wein, Weizen und Oliven.
Die Quinta del Cristo de la Salud der Herzöge von Frías ging 1894 in den Besitz des Notars, Anwalts und Mitglied des Madrider Stadtrats Pedro Tovar über. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Gemüse und Agrarerzeugnissen in der Stadt baute dieser den Landsitz zu einem landwirtschaftlichen Betrieb namens Huerta de la Salud aus.
1928 wurden mehrere Gebäude errichtet, darunter auch ein Silo zur Lagerung von Getreide, das zu den ersten Stahlbetonbauten in Madrid und ganz Spanien gehörte.
Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts riss man fast alle Gebäude ab, und auf dem Gelände entstand der heutige Park Huerta de la Salud, in dessen Umgebung sich mehrere Wohnblocks und öffentliche Einrichtungen wie ein Kulturzentrum und eine Bibliothek befinden.
Aus dem Landwirtschaftsbetrieb stehen noch der Silo, der derzeit als Ausstellungs- und Veranstaltungsort des Kulturzentrums Huerta de la Salud dient, und der Torbogen Puerta de la Salud; beide wurden 2002 restauriert. Der denkmalgeschützte Silo ist ein 20 m hoher, zwölfeckiger Turm, der in sieben Stockwerke unterteilt ist. Im Obergeschoss befindet sich ein Aussichtspunkt mit Panoramablick über die Stadt Madrid.