Zur Feier des Weltfrauentags am 8. März ist Madrid erneut Schauplatz des Festivals für weibliche Schöpferkraft Ellas Crean. Die vom Institut für Frauen und Chancengleichheit organisierte Kulturveranstaltung geht dieses Jahr in ihre 22. Runde und bietet vom 5. bis 15. März ein spartenübergreifendes Programm, das bekannte und neue Vertreterinnen aus Film, Literatur, Musik, Theater und vielen anderen Bereichen zusammenbringt und sich gemeinsam mit ihnen für politische und soziale Veränderungen einsetzt.
Anlässlich eines so wichtigen Tags wie dem Weltfrauentag veranstaltet Ellas Crean auch dieses Jahr das Festival der weiblichen Schöpferkraft, das sich für Gleichberechtigung der Geschlechter engagiert. Die Initiative umfasst ein spartenübergreifendes Programm an mehreren Madrider Veranstaltungsorten, bei dem talentierte Frauen ihr ganzes Potenzial zeigen. Dabei präsentieren Museen, Theater- und Musiksäle, Kulturzentren und andere Einrichtungen von Frauen geschaffene Werke mit Frauen im Fokus.
Mit dem neu eingeführten Format verkürzt sich das Festival auf 10 Tage, verfolgt aber weiterhin seinen Anspruch, weibliche Schöpferkraft auf höchstem Niveau zu präsentieren. Im Mittelpunkt steht diesmal das Stadtviertel Tetuán, zusammen mit vier der großen staatlichen Museen der Stadt – Museo Arqueológico Nacional, Museo Nacional de Artes Decorativas, Museo del Traje. Centro de Investigación del Patrimonio Etnológico und Museo de América.
Das Publikum kommt in den Genuss hochkarätiger Veranstaltungen, unter anderem der Darbietungen von Dácil González und Melania Olcina (Trägerinnen des Spanischen Nationalpreises für Tanz 2019 bzw. 2023), der Konzerte von Leonor Watling & Leo Sidran und Lucía Espín oder der Lesung von La llama ebria. Antología de mujeres poetas del surrealismo.
Ellas Crean 2026 knüpft an das Konzept der Vorjahre an und präsentiert Werke sowohl von etablierten als auch von aufstrebenden Künstlerinnen, oft verbunden mit Erinnerungsarbeit. Hinzu kommt ein bewusstes und engagiertes Augenmerk auf Tanzkunst, ohne dabei die Sparten Musik, Theater und Dichtkunst zu vernachlässigen. Unterstützt wird die Initiative vor allem durch die Bezirksverwaltung des Stadtteils Tetuán (Stadt Madrid) unter Beteiligung der Unterabteilung für staatliche Museen (Generaldirektion für Kulturerbe und Bildende Künste, Kulturministerium).
Tanz
Ein Schwerpunkt des Festivals ist auch dieses Jahr wieder der Tanz, eine der besonders unterstützungsbedürftigen Kunstformen der spanischen Kulturszene. Auf dem Programm dieser 22. Ausgabe stehen Cristiane Boullosa und deren Werk Flor de desierto mit Diana Bonilla, Laura Delgado und Pepe Pereira (5. März, Museo del Traje), Compañía Inés Narváez Arrospide 10&10 mit der Darbietung La peor de todas (7. März, Museo de América), Lucía Montes & Mado Dallery mit After the drop (8. März, Museo del Traje), Compañía Helena Martín mit einem Auszug aus Carne de perro (11. März, Museo Nacional de Artes Decorativas), und Melania Olcina, Trägerin des spanischen Nationalpreises für Tanz 2023, mit dem Stück Halo (Las voces del viento) (15. März, Vestíbulo del Museo Arqueológico Nacional).
Musik
Das Musikprogramm umfasst Leo & Leo (7. März, C.C. Eduardo Úrculo), das neue Musikprojekt der Schauspielerin und Sängerin Leonor Watling und des Musikers und Komponisten Leo Sidran, begleitet von The Groovy French Band und den beiden Musikern Raúl Filiú (Saxophon) und Javi Peña (Gitarre), die aus der spanischen Kulturszene nicht wegzudenken sind.
Die Sängerin und Schauspielerin Lucía Espín präsentiert Songs aus ihrem kürzlich erschienenen Album Un motivo para volver (14. März, C.C. Eduardo Úrculo).
Theater und Dichtkunst
Die szenische Lesung von De Judith a Artemisia (12. März, C.C. Eduardo Úrculo) unter der gemeinsamen Regie von Laura Ledesma – vielen aus der Serie Dos vidas bekannt – und Eva Ramos, dargeboten von Laura Ledesma und Natalia Rodríguez, bewegt sich zwischen Thriller, Autofiktion und kritischer Neuinterpretation der Kunstgeschichte. De Judith a Artemisia ist ein Werk von Laura Ledesma und Laura Calvo.
Die Dichtkunst ist durch Präsentation und Lesung des Buchs La llama ebria. Antología de mujeres poetas del surrealismo (5. März, C.C. Eduardo Úrculo) vertreten. Das Werk überschreitet sowohl den frankophonen Kulturraum als auch die dem Surrealismus als ‚neue Art, die Welt zu beschreiben‘ zugeschriebenen zeitlichen Grenzen und umfasst berühmte Dichterinnen, aber auch Künstlerinnen, die dem spanischen Publikum bislang unbekannt sind.
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